FÖRDERN,

WAS BEWEGT.

Mit dem Flow Fund denken wir Finanzierung neu. Wir vergeben nicht nur Geld, wir teilen auch die Macht, darüber zu entscheiden.

Mit dem Flow Fund denken wir Finanzierung neu. Wir vergeben nicht nur Geld, wir teilen auch die Macht, darüber zu entscheiden.

Was passiert, wenn Menschen, die ihre Region kennen und lokal vernetzt sind, darüber entscheiden, wo Fördergeld ankommt? Das zeigen wir mit dem Flow Fund. Stiftungsgremien verfügen hier nicht einseitig über finanzielle Mittel, sondern junge Engagierte. Somit geben wir Vertrauen und Gestaltungsmacht dorthin, wo sich Wissen bündelt und Beziehungen intakt sind. Die neue Art zu fördern, stärkt Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt auf lange Sicht: Menschen erleben, dass sie die Kraft haben, das Potenzial ihrer Orte eigenverantwortlich zu entfalten.

Der Flow Fund fördert von unten. Progressive Zukunftsmacher:innen aus Thüringen, Sachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt – die sogenannten Flow Funder – entscheiden, wohin finanzielle Mittel tatsächlich fließen. Sie haben Förderung selbst erlebt und wissen daher, dass gute Ideen dort auf fruchtbaren Boden fallen, wo Menschen lokale Herausforderungen kennen. 

Unser Ansatz folgt dem philanthropischen Prinzip des »partizipativen Gebens«. Indem wir den Zugang zu Geld und Macht bewusst und strategisch teilen, entsteht mehr als einzelne Förderentscheidungen: Wir stellen Augenhöhe her und regen unsere Flow Funder zu einem Perspektivwechsel an. Sie durchlaufen ein mehrmonatiges Curriculum, was sie zum einen darin bestärkt, in ihr eigenes Urteil zu vertrauen, und zum anderen dazu ermutigt, Verantwortung zu übernehmen. Diese Erfahrung verändert Menschen. Und Menschen verändern Regionen.

Die Flow Funder sind zwischen 18 und 35 Jahren alt und vor allem in Ostdeutschland aufgewachsen. Viele von ihnen leben, arbeiten und engagieren sich noch immer in ihrer Heimat. Was sie verbindet, ist der Tatendrang. Sie setzen sich für bessere Chancen von Kindern und Jugendlichen ein und knüpfen neue Netzwerke – mit Unternehmen, Initiativen, gemeinnützigen Organisationen.

Als präsente Kommunikator:innen begeistern sie auch andere für ihre Ziele. Wir verstehen sie als wichtige Brückenbauer:innen unserer Zeit.

Jeder Flow Funder kann bis zu 25 000 Euro vergeben – gestaffelt in Beträgen ab 5 000 Euro. Die geförderten Organisationen müssen gemeinnützig sein; an eigene Projekte dürfen keine finanziellen Mittel gehen. Jedes Jahr durchläuft eine neue Kohorte unser Curriculum.

Wie wir die Flow Funder finden? Zum Beispiel über das Leadership-Programm »Kinnings Academy«. Hier werden außergewöhnliche Talente gefördert, die Ostdeutschland voranbringen.

Wir glauben fest an die Kraft der Begegnung: Kommen Menschen zusammen und teilen ihre Erfahrungen, reflektieren Entscheidungen und lassen andere an guter Praxis aber genauso an verfehlten Überlegungen teilhaben, wächst daraus ein lernendes System.

Wir wollen, dass dieses produktive Miteinander immer größere Kreise zieht. Indem wir Menschen verbinden und sie sich im Dialog inspirieren, entsteht Wirkung auf mehreren Ebenen:

 

1. Die Flow Funder werden regionale Schlüsselakteur:innen

Im Laufe des Prozesses erkennen sie ihre Rolle als Gestalter:innen sozialer Strukturen. Ihnen wird klar, dass sie Einfluss nehmen können, wenn sie Ressourcen und Netzwerke gezielt einsetzen.

 

2. Starke Initiativen rücken ins Licht

Die Flow Funder finden und fördern Organisationen, Initiativen und Projekte, die vor Ort viel in Gang bringen, regional aber kaum sichtbar oder bekannt sind. Das eröffnet auch die Chance für neue Bündnisse.

 

3. Fördermittelgebende investieren passgenau

Die Flow Funder stellen sicher, dass das Geld dort ankommt, wo es Wirkung entfalten kann. Gleichzeitig genießen sie das Vertrauen der Akteure vor Ort und öffnen so Türen zwischen lokaler Zivilgesellschaft und Förderwelt. Dadurch entstehen neue Zugänge, mit denen sich die ostdeutsche Zivilgesellschaft unbürokratisch stärken lässt.

TEILHABE FÜR

OSTDEUTSCHLAND

Entscheidungen

auf Augenhöhe

Fünf Monate, ein Ziel: Jede Flow-Fund-Kohorte entwickelt individuelle Vergabestrategien für die zu vergebenden Fördermittel. Das Curriculum begleitet sie Schritt für Schritt auf diesem Weg.

FLOW FUND

UNTERSTÜTZEN

Unser Ansatz lebt davon, dass Menschen Veränderung ermöglichen. Wer Mittel in den Flow Fund gibt, verschafft Engagierten Handlungsspielraum. Warum sich das lohnt:

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Viele progressive Initiativen in Ostdeutschland sind in klassischen Förderverfahren nicht zu finden. Weil ihnen Zugänge, Ressourcen und Zeit fehlen, um sich zu bewerben, sie entsprechende Programme nicht kennen oder sie schlicht zu nah an den Menschen arbeiten, um nach außen sichtbar zu sein. Die Flow Funder müssen diese Organisationen nicht suchen – sie kennen sie bereits. Und das zahlt sich aus. 

Ihr enger Kontakt zur lokalen und regionalen Zivilgesellschaft, öffnet Türen für Menschen, die vorher keinen Zugang zur Förderwelt hatten. So entsteht vor Ort ein gemeinsames soziales Kapital, das Regionen voranbringt. 2025 haben davon allein 50 ostdeutsche Organisationen profitiert. Insgesamt 425 000 Euro gingen über den Flow Fund direkt an Projekte, die sonst oft durchs Raster fallen.

Oft enden Förderungen, wenn das Geld ausgegeben ist. Mit dem Flow Fund bringen wir auf lange Sicht Dinge in Bewegung. Sowohl bei den geförderten Initiativen als auch bei den Flow Fundern selbst.

Einerseits ermöglichen die ungebundenen Mittel des Flow Funds Organisationen, auf Veränderungen zu reagieren, Prioritäten selbst zu setzen und die eigene Arbeit so weiterzuentwickeln, wie es erforderlich ist. Ohne dass starre Fördervorgaben, Projektpläne und feste Budgets dem im Weg stehen. Andererseits lernen die Flow Funder im Prozess, ihren eigenen Einfluss zu sehen und zu nutzen. 


2025 haben drei Flow Funder aus Sachsen-Anhalt entschieden, ihre Mittel zu bündeln. Gemeinsam setzten sie 75 000 Euro ein, um diese Summe mit weiteren Stiftungsgeldern zu matchen. Und das zeigt: Wer in den Flow Fund investiert, investiert in eine Generation, die Verantwortung übernimmt und wächst – von neun Flow Fundern 2024 auf 17 in 2025.

»Partizipatives Geben« denkt Philanthropie neu: Wer Menschen an der Vergabe von Mitteln beteiligt, fördert auch eine andere Form der Zusammenarbeit. Weniger aus der Perspektive der Gebenden, sehr viel stärker auf Augenhöhe.

Gleichzeitig entsteht ein besonderes Lernumfeld über verschiedene Beteiligungsebenen hinweg. Fördermittelgebende erfahren, welche Bedürfnisse und Prioritäten aus der Perspektive der Geförderten relevant sind, und entwickeln so ihre Förderpraxis weiter. Sie erproben damit auf Dauer, bessere Wege der Wirkung.

Mit dem wachsenden Verständnis füreinander und persönlicheren Beziehungen, sammeln Geldgebende Erfahrungen, die weit über die Mittelvergabe hinausreichen: Sie gewinnen Zugang zu Initiativen und Organisationen, zu denen sie sonst keinen Zugang hätten, und ändern ihre Rolle: hin zu mehr Nähe, Vertrauen und Perspektivenvielfalt.

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Das bewirkt der

Flow Fund vor Ort

Der neue Evaluationsbericht zeigt, wie der Flow Fund zivilgesellschaftliche Initiativen in Ostdeutschland konkret stärkt. Die externe Evaluation fasst die Erkenntnisse aus den Förderrunden 2024/25 und 2025/26 zusammen und gibt Impulse für die Weiterentwicklung des Fördermodells.

Der Flow Fund folgt dem Vorbild einer Initiative der Pantha Rhea Foundation, der amerikanischen Schwesterorganisation der Schöpflin Stiftung. 2024 wurde der Flow Fund für Ostdeutschland gemeinsam mit der Kinnings Foundation initiiert. Mitförderer sind unter anderem die Organisation »Effektiv Spenden«, die Alexander Gruner Stiftung, die AKB Stiftung, die Nordmetall-Stiftung und Einzelspender:innen.

Die besondere Stärke der Co-Creation: Während die Kinnings Foundation mit der »Kinnings Academy« junge Talente empowert und für den Flow Fund gewinnt, bringt die Schöpflin Stiftung ihre Erfahrung zum prozessorientierten, partnerschaftlichen Fördern ein.

Im Flow Fund teilen sie sich Prüfung, Auswahl und Lernprozesse und verantworten gemeinsam das Curriculum. Das hebt die Qualität. Mit jeder Kohorte junger Engagierter wächst so die gemeinsame Methodik, Fördergeld wird gezielter eingesetzt und Wirkung schneller sichtbar.

Maria Müller

Dresden

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»Der Flow Fund gibt politischen Initiativen den Raum, sich selbst zu organisieren.«

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